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Barças Vorsprung vor Real Madrid an der Spitze der Primera División schmolz
damit auf zwei Punkte. Die "Königlichen", die am Vortag beim Tabellenletzten CD
Xerez 3:0 gewonnen hatten, schöpften neue Titelhoffnungen. "Danke Atleti",
freute sich Reals Stürmerstar Cristiano Ronaldo. "Nun gehört der Meistertitel
uns."
Der FC Barcelona hatte beim Angstgegner Atlético, bei dem er in den vergangenen
Jahren immer verloren hatte, gleich sechs Abwehrspieler ersetzen müssen. Nach
zwei Spielminuten fiel mit Seydou Keita eine weitere Defensivkraft mit einem
Muskelfaserriss aus. Der Malier wird den Katalanen vier Wochen fehlen.
Aber Barça, Gegner des VfB Stuttgart in der Champions League, hatte im Madrider
Calderón-Stadion seine Schwächen nicht in der Abwehr, sondern im Mittelfeld und
im Angriff. Ausgerechnet der sonst so beständige Regisseur Xavi leistete sich
viele Ballverluste. Im Angriff spielten Lionel Messi und Zlatan Ibrahimovic kaum
Chancen heraus. Der Schwede "Ibra" (26. Minute) erzielte zwar erstmals seit zwei
Monaten wieder ein Tor. Dies reichte aber nur dazu, einen 2:0- Vorsprung
Atléticos zu verkürzen, den Diego Forlán (8.) und Simão Sabrosa (22.)
herausgeschossen hatten.
Die Anhänger Reals sahen im Patzer Barças den entscheidenden Wendepunkt im Kampf
um den Titel. "Nun beginnt eine neue Liga", titelte die Zeitung "El País". "Real
hat Barça jetzt wieder in Reichweite." Dagegen war man beim Titelverteidiger
bemüht, die Bedeutung der Niederlage herunterzuspielen. "In der vorigen Saison
haben wir auch bei Atlético verloren und sind trotzdem Meister geworden", sagte
Barça-Präsident Joan Laporta trotzig. Trainer Josep Guardiola meinte: "Uns
gingen infolge der Verletzungen die Leute aus, aber die Spieler werden wieder
fit sein, wenn die Stunde der Wahrheit schlägt." |